Für Manfred L. war es allerhöchste Zeit, als er diesen Sommer mit seiner Frau Birgit nach Äthiopien reiste. Der beruflich sehr eingespannte Selbstständige, der in der Heizöl – Branche arbeitet, ist schon viele Jahre nicht mehr mit seiner Frau verreist. Dies löste beim dem Paar eine große Unzufriedenheit aus. „Denn schließlich gehört es auch zur Lebensqualität dazu, einmal aus dem Alltag heraus zu kommen“, gibt der Bayer zu.

Auch seine Frau Birgit habe sich schon lange nach einer Reise gesehnt. Die Eheleute sind große Fans von Afrika. Regelmäßig schauen sie sich Dokumentationen im Fernsehen an. Besonders angetan hatte es ihnen schon immer Äthiopien. In Buchhandlungen haben sie sich auch viele Bildbände geholt, die sie sehnsüchtig gemeinsam angesehen hatten. „Irgendwann kommt jedoch einmal der Punkt, an dem man sich nicht mehr mit den Eindrücken zufrieden gibt, die man im Fernsehen oder durch die Bildbände bekommen hat.“, berichtet Birgit.

Aus diesem Grund haben sich die beiden die nötigen beruflichen Freiräume verschafft, um nun endlich einmal wieder miteinander verreisen zu können. „Unsere letzte Reise ist 12 Jahre her, damals waren wir mit den Kindern im Schwarzwald – wir haben also lange schon kein anderes Land mehr bereist!“, erzähl uns Manfred. Der Selbstständige organisierte in der Zeit seiner Abwesenheit eine Vertretung, sodass er sein Geschäft auch mit einem guten Gewissen alleine lassen konnte.

„Ein richtiges Zuhause während unserer Reise hatten wir nie, denn wir haben eine Rundreise gemacht, bei der wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes besucht haben. So besichtigten wir zum Beispiel die barocke Schlossanlage Gondar, die auch Gonder genannt wird. An die Standards, die teilweise in den Hotels vorherrschten, mussten wir uns anfangs gewöhnen. Aber das war schon in Ordnung. Wir waren ja schließlich dort, um das Land zu so erleben, wie es wirklich ist, und nicht unbedingt die Hochglanzseite eigens für die Touristen!“, meint Birgit.